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Qualitätszeichen "Generationenfreundliches Einkaufen"

 

„Wer Hürden im Alltag abbaut, unterstützt ältere und jüngere Menschen gleichermaßen.“ Aygül Özkan, niedersächsische Sozialministerin


Am 18. November 2009 startete das überregional bedeutende niedersächsische Projekt  "Generationenfreundliches Einkaufen“ (GfE) zur Zertifizierung von Einzelhandelsgeschäften.

Was verbirgt sich dahinter?

Bereits im Juni 2007 vereinbarte das niedersächsische Ministerium für Soziales, Frauen, Familie,  Gesundheit und Integration gemeinsam mit dem  Einzelhandelsverband Niedersachsen-Bremen e.V. die Erklärung „Die älter werdende Gesellschaft – Eine Chance für den Handel“.

 

 

Ältere Menschen verfügen über eine große Einkaufs- und Konsumerfahrung und haben hohe Ansprüche und Erwartungen, besonders an Service und Qualität. Doch nicht nur die ältere Kundschaft, auch alle anderen Verbraucherinnen und Verbraucher profitieren von gutem Service und guter Qualität.

 

Das Qualitätszeichen „Generationenfreundliches Einkaufen“ wurde 2009 von der Landesinitiative Niedersachsen Generationengerechter Alltag (LINGA) gemeinsam mit dem Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration, dem Handelsverband Niedersachsen-Bremen (HNB) e.V. und dem Landesseniorenrat Niedersachsen e.V. eingeführt. Gemeinsam getragen und entwickelt wurde es zudem vom Handelsverband Deutschland – Der Einzelhandel (HDE), der Bundesinitiative „Wirtschaftsfaktor Alter“ sowie namhaften Unternehmen und Verbänden.

„Wer Hürden im Alltag abbaut, unterstützt ältere und jüngere Menschen gleichermaßen. Mütter und Väter beispielsweise, die mit dem Kinderwagen einkaufen gehen, wissen große Umkleidekabinen zu schätzen. Menschen, die auf einen Rollstuhl oder Rollator angewiesen sind, freuen sich über stufenlose Eingänge“, betonte Ministerin Aygül Özkan anlässlich der Zertifikatübergabe an die Galeria Kaufhof Filiale in Hannover im Dezember 2010.

Wie ist der Ablauf?

Eigens qualifizierte GfE-Testerinnen und GfE-Tester untersuchen Aspekte wie Leistungsangebote, Geschäftsräume und Serviceverhalten des Personals der sich bewerbenden Geschäfte und bewerten sie nach festgelegten (maximal 58) Kriterien. Werden diese zu einem vorgegebenen Prozentsatz erfüllt, erhält das Geschäft ein Zertifikat, das drei Jahre lang gültig ist. Mögliche Verbesserungsvorschläge werden genau erörtert. Einzelhandelsgeschäfte, die die Zertifizierung nicht geschafft haben, können sich bei der LINGA über zusätzliche Beratungs- und Qualifizierungsangebote von regionalen Partnern informieren.

Das Engagement der Testerinnen und Tester ist ehrenamtlich. Neben der Vor-Ort-Untersuchung kommt auch der Spaß bei Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Zertifizierung nicht zu kurz. Gerade bei der Ermittlung möglicher Verbesserungsvorschläge ist zudem Kreativität und Menschenkenntnis gefragt.   Die bisher 200 Freiwilligen kommen vor allem aus den Seniorenbeiräten von 61 Städten und Gemeinden in Niedersachsen und leisten hiermit einen wertvollen Beitrag zum Gelingen des Projektes.

Wo gibt es weiterführende Informationen?

Um die teilnehmenden Städte und Gemeinden bei der Einführung des Qualitätszeichens zu unterstützen, hat die LINGA gemeinsam mit kompetenten Partnern einen Leitfaden entwickelt, der die wichtigsten Schritte detailliert aufzeigt. Zusätzlich zur Qualifizierung der GfE-Testerinnen und GfE-Tester ist vorab insbesondere die Suche nach regionalen Partnern von großer Bedeutung. Diese haben die Aufgabe, als Botschafter und Multiplikatoren die Arbeit der (zumeist)  ehrenamtlichen Seniorinnen und Senioren zu begleiten, für das Thema zu werben und weitere Unterstützer zu gewinnen. Sie finden die Leitlinien, den Fragebogen sowie weiterführende Informationen zum Download auf dieser Seite.

Seit dem Frühjahr 2010 werden im gesamten Bundesgebiet Geschäfte nach dem in Niedersachsen erprobten Verfahren ausgezeichnet. Informationen finden Sie hierzu auch auf der Internetseite www.generationenfreundliches-einkaufen.de .

Zusätzlich können Sie sich eine Liste mit den Geschäften, die in Niedersachsen durch den HNB und die LINGA getestet wurden unter Generationenfreundliches Einkaufen in Niedersachsen anschauen.



Wer macht mit?

LINGA hat inzwischen über 200 Tester aus 61 niedersächsischen Städten und Gemeinden qualifiziert. Rund 500 Geschäfte wurden im ersten Jahr über LINGA und den HNB getestet. Davon haben lediglich 18 nicht bestanden. Eine Übersicht der einzelnen Geschäfte finden Sie auf der GfE-Karte. In folgenden Städten und Gemeinden wurde das Projekt, zumeist von engagierten Seniorenvertretungen gemeinsam mit regionalen Partnern, bisher eingeführt:


•    Apen
•    Bad Zwischenahn
•    Bockhorn (Friesland)
•    Braunschweig
•    Damme
•    Esens
•    Ganderkesee
•    Gnarrenburg
•    Goslar
•    Hannover
•    Hemmingen
•    Land Wursten
•    Lilienthal
•    Nordhorn
•    Oldenburg
•    Osterholz-Scharmbeck
•    Schneverdingen
•    Schortens
•    Schwarmstedt
•    Seelze
•    Seesen
•    Sittensen
•    Stadthagen
•    Tarmstedt
•    Wardenburg
•    Walsrode
•    Westerstede
•    Wiefelstede
•    Wremen
•    Worpswede

Die Resonanz bei bisher zertifizierten Einzelhandelsgeschäften ist durchweg positiv. Möchte ein Einzelhändler in eine generationengerechte Zukunft investieren und dadurch Kundenbindung und -zufriedenheit steigern, kann er teilnehmen. Nach erfolgreicher Überprüfung bekommt er ein Zertifikat sowie das Qualitätszeichen als Aufkleber. Mit diesem Logo kann dann auch in Informationsmaterialien geworben werden. Zusätzlich werden die Geschäfte auf der Internetseite des Handelsverbandes Niedersachsen-Bremen e.V. www.einzelhandel-niedersachsen.de sowie der LINGA als ausgezeichnetes Geschäft gelistet. Bundesweit wurden bisher über 2.500 Geschäfte ausgezeichnet.

Was kostet das Qualitätszeichen?

Inhabergeführte Fachgeschäfte bis 500 Quadratmeter Verkaufsfläche können im Rahmen eines Projektes der Seniorenvertretung kostenlos überprüft werden. Darüber hinaus gibt es nach Größe gestaffelte Preise, bitte entnehmen Sie weitere Details dem Anmeldebogen für Einzelhandelsgeschäfte, der dem HNB zur Überprüfung zugesandt wird.

Sie haben noch Fragen zum Qualitätszeichen? Unser LINGA-Team beantwortet sie gern:

Frau Nadine Gommlich wertet die Fragebögen aus und betreut die GfE-Testerinnen und -Tester, Frau Anna Jankowski schult die ehrenamtlichen Tester und Frau Delia Balzer beantwortet  Anfragen zu Pressemitteilungen, Grußworten sowie zum bundesweiten Projekt.


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